Ich bin Schweizerin, 32 Jahre alt, lesbisch, single und Mutter eines kerngesunden und fröhlichen – zur Zeit – 5 Monate alten kleinen Jungen. Schlicht gesagt: Ohne Vitanova wäre letzteres nicht möglich gewesen!

Aber Vitanova war mehr wie nur Mittel zum Zweck. Für mich war schon immer klar, dass ich mal Kinder haben möchte, doch das ist nicht so einfach zu bewerkstelligen, wenn man nicht viel mit dem anderen Geschlecht anfangen kann und in der – vor allem in dieser Hinsicht – sehr konservativen Schweiz lebt. Daher habe ich schon vor Jahren recherchiert und mich informiert, wie ich trotz all diesen Schwierigkeiten meinen Traum erfüllen könnte, wenn ich dann die richtige Partnerin gefunden habe. Die Jahre verstrichen und die richtige Partnerin habe ich nicht gefunden. Mein Wunsch Mutter zu sein, hat sich aber damit nicht in Luft aufgelöst. Ende 2013 hat’s dann plötzlich Klick gemacht, ich war zwar immer noch Single, aber irgendwie bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich mir vorstellen konnte, Mutter zu sein – auch alleine. Wenn ich’s nicht wenigstens versuchen würde schwanger zu werden, würde ich das mein Leben lang bereuen – soviel war sicher. Also stellte ich meine Ernährung um, begann Folsäure zu nehmen und liess alle notwendigen Attests bei meiner Frauenärztin in der Schweiz machen.

Dann kontaktierte ich Vitanova und bei einem Telefongespräch wurde alles vorbesprochen und ich merkte sofort, dass sie einem nicht unnötig Hoffnungen machen, um um jeden Preis Geld zu kassieren, sondern wirklich daran interessiert sind, dass der Wunsch nach einem Kind in Erfüllung geht. Auch wenn ich die Wahrheit in dem Augenblick nicht gerne hörte, Ehrlichkeit währt schliesslich doch noch am Längsten. Von da an konnte ich jederzeit vorbei gehen! Natürlich war es ein klein wenig komplizierter, als es sich jetzt anhört. Nun hiess es eine Diät zu machen, Sport zu treiben, meinen Zyklus genau zu beobachten, Ferien entsprechend einzugeben und möglichst kurzfristig Flüge und Hotels zu buchen und der Klinik Bescheid geben, sobald ein Test positiv war. Das hört sich nicht nur klinisch und unpersönlich an, das war es auch, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als ich zum ersten mal die sogenannte ‘Klinik’ betrat.

Die Räumlichkeiten von Vitanova sind weit davon entfernt als Klinik abgestempelt zu werden. Antike Türen, knarzende Holzdielen und sofort fühlt man sich fast wie zu Hause. Im Warteraum füllen einem die vielen Fotos und Geburtsanzeigen von Vitanova-Babies mit Hoffnung und es war immer wieder interessant die Nachrichten von Leuten aus aller Welt im Gästebuch zu lesen, wenn man mal etwas warten musste.Trotzdem war ich bei meinem ersten Besuch irre nervös und war mir nicht wirklich sicher, ob ich es wirklich durchziehen würde! Doch dann wurde ich sehr herzlich von Hanne empfangen und sie erklärte mir alles ganz genau, da verfliegt die Nervosität schnell. Rosie hat dann mit einem netten Gespräch und ein paar gut gesetzten Nadeln den Rest erledigt. Beruhigende Klänge und soviel Zeit wie man braucht in einem wohnlich eingerichteten Raum und der Gedanke in einer Klinik zu sein, hat sich gänzlich verflüchtigt. Der ganze ‘Prozess’, so klinisch er auch sein mag im Vergleich zu der normalen Art schwanger zu werden, wird einem so angenehm gemacht, wie nur irgend möglich.

Und diese Erfahrung hat sich bei jedem meiner Besuche (alle guten Dinge sind drei) wiederholt und somit ist Vitanova nicht nur die Klinik mit deren Hilfe ich schlussendlich wirklich schwanger wurde; irgendwie gehört die Klinik und all die herzlichen MitarbeiterInnen, die ich bei meinen Besuchen kennenlernen konnte, zu meiner – zumindest für die Schweiz – eher unkonventionellen Familie. Selbst durch die Schwangerschaft und auch jetzt noch, stehe ich in Kontakt mit ihnen und sie freuen sich immer wieder von uns zu hören und eines Tages, wenn mein kleiner Mann alt genug ist, werden wir sie sicherlich auch mal besuchen... – Natascha